Andere Länder, andere Esskultur

Veröffentlicht am Dienstag 01. Mai 2018 von

An und für sich können wir gerade in Großstädten verschiedene Esskulturen entdecken. Für mich hat das Essen und vor allem das gemeinsame Essen viel mit der Verbindung meiner Kindheit zu tun.

Mediterrane Erinnerungen verschiedener Esskulturen

Eine buntgedeckte Tafel mit vielen dampfenden und duftenden Leckereien, drum herum sitze ich mit guten Freunden. Wir teilen uns das Essen und die Stimmung ist ausgelassen. „Kann ich die Lammkoteletts eigentlich mit der Hand essen? Oder stört euch das?“ fragt plötzlich einer in die Runde. Die Antwort meiner griechischen Freundin folgt prompt: „Mit der Hand schmeckt es doch eh viel besser, oder?!“ Alle am Tisch lachen und nicken zustimmend. Wie recht Sie doch hat – und das wussten vermutlich schon die alten Griechen wie Sokrates und Co.

Mediterrane Erinnerungen verschiedener Esskulturen

Als Südländer bin ich es von Kindesbeinen an gewohnt, Lammkoteletts mit meinen Händen zu essen. Das schmeckt einfach besser, genauso wie gutes Essen in netter Gesellschaft. Gemeinsames Essen verbinde ich sofort mit meiner Kindheit und für mich gibt es nichts Schöneres, als mich an die Tage mit meiner ganzen Familie am heimischen Esstisch zu erinnern. Eine weitere Selbstverständlichkeit, wie wahrscheinlich in fast jeder türkischen Familie, war außerdem, dass wir das Essen immer geteilt haben.

In Deutschland lief das meistens komplett anders. Wenn ich mich zurückerinnere, bestellte im Restaurant jeder sein eigenes Gericht. Nur selten kam es vor, dass alle Gerichte untereinander geteilt wurden. Selbst beim familiären Essen zu Hause, bekam jeder seine eigene Portion zugeteilt. Doch glücklicherweise hat sich mittlerweile die südländische Esskultur weltweit in vielen Küchen von Restaurants und Cafes verbreitet. Gerade in großen Städten gibt es an jeder Ecke die Möglichkeit, unterschiedlichste Esskulturen zu entdecken.

Gemischte, französische Käseplatten, thailändisches Streetfood und insbesondere verschiedene, landestypische Vorspeisen laden zum wilden Teilen ein. In der Türkei heißen sie „Meze“, der Spanier ist auf seine „Tapas“ stolz und griechische warme oder kalte Köstlichkeiten werden „Pikilia“ genannt.
Essen bedeutet nicht nur schnell seinen Hunger zu stillen. Vielmehr soll es Menschen miteinander verbinden und genau diese Idee soll mit Gaumensafari zum Leben erweckt werden. Gemeinsam am Tisch zu sitzen, sich über das Leben auszutauschen, zusammen zu lachen, dabei völlig die Sorgen zu vergessen und einfach leckeres Essen zu genießen. Denn gerade in diesen Momenten realisiert man, wie schön und erfüllend das Leben sein kann.

Burak Solak
Andere Länder, andere Esskultur

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