TCM Ernährung / 5 Elemente

Veröffentlicht am Dienstag 29. Mai 2018 von

Die Ernährung nach den Fünf Elementen ist die Übertragung von Teilen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), auf die in westlichen Ländern übliche Ernährung. Sie basiert auf der Lehre der fünf Elemente: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

TCM Ernährung / 5 Elemente

Die Ernährung im Frühling ist die leichteste von allen. Man sollte sich nicht überessen und sich bei Eiweiß sowie Fett, Gebratenem oder Frittiertem mäßigen. Die natürliche Bewegung des Qi im Körper geht im Frühling nach oben und nach außen. Dies sollte entsprechend der Signaturen Lehre (Guido Fisch) durch schnelle nach oben und außen wachsende Pflanzen, also Sprossen u.a. junge Pflanzen unterstützt werden, ebenso durch leicht scharfe und aromatische frische Kräuter. Kleine Mengen grüne Rohkost von jungen Pflanzen sind uner-lässlich!

Reduzieren sollte man Nahrungsmittel mit einer Wirkrichtung nach unten und innen: Salziges, auch Hülsenfrüchte, Bitteres, Stärkehaltiges, auch Gemüse und Getreide.

Im Sommer dominiert Hitze. Verwenden Sie jetzt mehr yinisierende Kochmethoden,
erfrischende Gemüse, Pilze, gedünstete Tomaten, Blattsalate, Sprossen, Obst Tofu und weniger Fleisch. Bereiten Sie Salate aus gekochten Gemüsen zu, da diese bekömmlicher sind als Rohkost. Heiße Getränke und Speisen machen die Sommerhitze erträglich, weil so die Diskrepanz zwischen den Temperaturen innen und außen gering gehalten wird. Dies ist einer der Gründe, warum in heißen Ländern auch im Sommer reichlich scharfe Gewürze
Verwendung finden. Außerdem reagiert der Organismus gerade in der heißen Jahreszeit auf
eisgekühlte Speisen und Getränke besonders empfindlich, da sie eine schockartige Abkühlung des Magens und der Milz bewirken. Es ist also auch im Sommer in keiner Weise empfehlenswert, Eiskaltes zu sich zu nehmen. Im erstem Moment mag eine heiße Tasse Früchtetee, Zitronenwasser oder ein scharfes Gericht eine Hitzewelle auslösen, aber danach wird die äußere Hitze um so erträglicher.

Farbenfrohe Gerichte, mit Blumen arrangiert und mehrere verschiedenen pflanzliche Gerichte repäsentieren die Fülle der Hoch-Zeit. Sie schmecken am besten in einer kühlen, erfrischenden Atmosphäre. Natürlich geht es um den Yin-Aufbau, insbesondere des Herzens, damit man den Sommer unbeschadet für intensive, fröhliche Kommunikation bis spät in den Abend nutzen kann. Ebenso wie im Frühling sollten mehr pflanzliche, knackige, saftige Zutaten und weniger dichte eiweißhaltige oder schwere gebratene Speisen auf den Tisch kommen.

TCM Ernährung / 5 Elemente

Im Herbst überwiegt Trockenheit, auch wenn man äußerlich in unseren Breitengraden davon nicht merkt. Im Körperinnern jedoch herrscht Herbststimmung: Dort ziehen sich die Säfte zurück, so dass Lunge und Dickdarm zu Trockenheit neigen, die sich in trockenem Husten oder Verstopfung bemerkbar machen kann. Reis, Rettich, Radieschen und weiße Gemüse wie Kohlrabi, Blumenkohl und Schwarzwurzeln stärken und schützen die Metallorgane, Gleichzeitig sollte der Organismus auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden, indem man die Abwehr stärkt. Hierzu verwendet man Lauch, Zwiebeln, frischen Ingwer, andere scharfe Gewürze und Lammfleisch.

Der Eiweißanteil der Speisen kann nun mittels Fleisch, Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten und Nüssen wieder erhöht werden und kräftige Suppen und Eintöpfe bieten eine nahrhafte Grundlage, um widrigen Witterungsbedingungen zu trotzen. Die Ernährung im Herbst sollte also ausgewogen sein: einerseits werden die Säfte von Lunge und Dickdarm genährt, damit die Schleimhäute auftanken können, andererseits stärkt man das Nieren-Yang und das Lungen-Qi für eine gute Abwehr.

Neben dem scharfen Geschmack, der das Wie-Qi nach oben und außen leitet, ist der saure und adstringierende Geschmack wichtig, um Qi und Blut im Körperinnern zu konzentrieren und den Geist zu fokusieren. Dazu reichen kleinste Mengen, weil säuerliche Nahrungsmittel eine starke Wirkung haben: Essig, Senf, Zitronensaft, Trauben, Pflaumen, Beeren u.a. auch als Kompott.

Bei der Zubereitung geht es darum das Yang zu erhöhen. Man verwendet weniger Wasser, kocht langsam und lange bei niedrigen Temperaturen, womit wir bei den Eintöpfen und Suppen, die dann auch für den Winter wichtig sind angelangt wären.

Im Winter herrscht Kälte vor. Bevorzugen Sie nun yangisierende Kochmethoden und thermisch warme Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter. Gleichen Sie sehr warme Speisen jedoch immer mit erfrischenden Gemüsen und Wintersalaten aus. Der Winter ist die richtige Zeit, um Reserven aufzubauen. Dies betrifft im wesentlichen die Knochen, die idealerweise in der kalten Jahreszeit von einer reichlichen Mineralienzufuhr profitieren. Die geeigneten Nahrungsmittel, die auch hervorragend zu Suppen, Eintöpfen und Gerichten mit Hülsenfrüchten passen, sind Meeresalgen, Auch Nüsse (in salzigen Speisen geröstet oder gekocht) sind reich an Mineralien und verfeinern Salate, Kompotte und Gemüsegerichte, Die Walnuss gilt als Nierentonikum. Regelmäßig in kleinen Mengen gegessen, stärkt sie das Yang der Nieren.

Die Wirkrichtungen von salzigen und bitteren Nahrungsmitteln nach unten und innen entsprechen dem Winter. Sie sorgen dafür, dass die tiefen Schichten des Körpers, die Knochen, das Mark, das Gehirn und da Jing genährt werden, das bedeutet in Kombination mit einem ruhigeren Lebensrhythmus Regeneration. Der bitter Geschmack, z.B. Lammfleisch mit Rotwein und Rosmarin stärkt außerdem das Herz, was sich günstig auf die Wasser-Feuer-Achse auswirkt. Umgekehrt erhöht scharf-warm das Nieren-Yang, also die Abwehr, und verstärkt den Auftrieb zum Herzen.

In der Dojo-Zeit kann man die Mitte ganz besonders gut mit erdigen Nahrungsmitteln stärken: mild-süß, rund, gelb bis braun und kohlenhydratreich. Damit diese für jeden bekömmlich sind, sollte man das Drum und Dran auf die Konstitution des Einzelnen abstimmen. In Kombination aromatische Zutaten – z.B. Bratkartoffeln mit reichlich Kümmel, Kürbis mit Thymian, ist erdige Kost wesentlich bekömmlicher.

Um ganz genau nach den Jahreszeiten zu kochen, müssen Sie allerdings Ihren Kalender ein wenig korrigieren. Wenn im Kalender „Frühlingsanfang“ steht, ist der Frühling in Wirklichkeit bereits seit ca. 36 Tagen voll im Gange. Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Anfang und das Ende der Jahreszeiten zu bestimmen:

Rechnen Sie vom üblich

Burak Solak
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